Ist ein Ausfluss nach der Geburt Anlass zur Sorge?

In der Rückbildungsphase kommt es als Folge der inneren Wundheilung zum so genannten Wochenfluss. Durch die Ablösung der Plazenta ist während der Geburt eine etwa handtellergroße Wunde in der Gebärmutter entstanden, die über einen längeren Zeitraum Wundflüssigkeit und Blut absondert, das dann durch die Vagina ausgeschieden wird.

 

Der Ausfluss kann nach der Geburt noch bis zu acht Wochen anhalten, bis die Wunde in der Gebärmutter vollständig abgeheilt ist. Dabei wird der Ausfluss im Lauf der Zeit immer schwächer und verändert auch seine Farbe von schleimig-rot über bräunlich bis hin zu bernsteinfarben. Das liegt an der sich verändernden Zusammensetzung des Ausflusses.

Neben Wundflüssigkeit und Blut enthält der Ausfluss auch Reste der Plazenta, Vaginalsekret, weiße Blutkörperchen und manchmal auch Reste der Eihäute. Kurz nach der Geburt ist der Anteil des Blutes am Ausfluss wesentlich höher als gegen Ende der Wundheilung.

Es ist empfehlenswert, sich schon vorab mit reichlich Binden einzudecken. Tampons sind weniger geeignet, da sie die Gefahr einer Ansteckung durch Bakterien erhöhen. Die Binden für den Wochenfluss sollten bereits im Klinikkoffer nicht fehlen. Seien Sie darauf vorbereitet, dass der Ausfluss beim ersten Aufstehen nach der Geburt als ein ziemlich starker Schwall austreten wird. Das liegt daran, dass sich die Flüssigkeit beim langen Liegen nach der Geburt in der Gebärmutter angesammelt hat.