Taufe eines Babys

Durch das Sakrament der Taufe wird der Täufling in die Glaubensgemeinde aufgenommen. Die Taufe wird traditionell zeitnah nach der Geburt durchgeführt, kann aber auch später nachgeholt werden, wenn sich z. B. die Eltern zunächst nicht sicher sind, ob sie ihr Kind taufen möchten, oder wenn sie die Entscheidung dem Kind selbst überlassen wollen. In vielen Freikirchen, z. B. Baptisten, Pfingstgemeinde, ist eine Säuglingstaufe sogar ausgeschlossen, da sich der Täufling selbst zu seinem Glauben bekennen muss.

 

Taufpate und Eltern bekennen sich stellvertretend für den Säugling zum Glauben. Die Eltern versichern außerdem, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen. Die Wahl des Taufpaten ist zwar Sache der Eltern, doch kann nicht jeder das Patenamt übernehmen. Der Pate bzw. die Patin muss getauft sein und in der Regel auch der gleichen Konfession angehören, wobei letzeres zumindest von manchen evangelischen Landeskirchen unterschiedlich gehandhabt wird.

In der evangelischen Kirche findet die Taufe im Rahmen eines normalen Gottesdienstes statt. Es kommt häufig vor, dass mehrere Taufen im gleichen Gottesdienst durchgeführt werden. In der katholischen Kirche hingegen kann die Taufe sowohl in der Heiligen Messe als auch in einer separaten Zeremonie abgehalten werden.

Für das Taufgespräch mit Ihrem Pfarrer benötigen Sie im Allgemeinen die Geburtsurkunde Ihres Kindes, Ihre Personalausweise, Angaben zum Paten und – sofern vorhanden – das Familienstammbuch. Die Taufe ist sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche kostenlos.